Themenbereich: Lebenssituation / Persönlicher Hintergrund

Indikator: Finanzierung während der Promotionsphase (Betrag)

Unabhängig von der Frage nach der Bedeutung bestimmter Finanzierungsquellen stellt sich die Frage nach dem aus diesen Quellen addierten Gesamteinkommen. Um eine bessere Einschätzung der Verteilung der Nettoeinkommen zu ermöglichen, wurden, basierend auf den offenen Abfragen des Einkommens, Einkommensgruppen gebildet.

Erläuterung

Dieser Indikator gibt die relativen Anteile der befragten registrierten Promovierenden an, die einer bestimmten Einkommenskategorie zugehörig sind.

Aus dem Ergebnisbericht der ProFile-Erhebung aus dem Jahr 2011 geht hervor, dass das durchschnittliche monatliche Nettoeinkommen der befragten Promovierenden 1.261 Euro betrug und somit mehr als 400 Euro über der allgemeinen Armutsgrenze von 826 Euro, gemäß der Mikrozensusdefinition aus dem Jahr 2010, lag. Insgesamt 12 Prozent der Promovierenden lagen mit ihren Nettoeinkünften unterhalb dieser Grenze, wobei diese überdurchschnittlich häufig in den Geistes- und Kunstwissenschaften promovierten. Während Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern keinen signifikanten Einfluss auf das Nettoeinkommen der Befragten hatten, konnten Unterschiede in den durchschnittlichen Nettogehältern zwischen verschiedenen Fächergruppen festgestellt werden, die vor allem durch fachspezifische Beschäftigungsumfänge beeinflusst wurden (Hauss et al. 2012: 132 ff.).

Quelle: Hauss, K./Kaulisch, M./Zinnbauer, M./Tesch, J./Fräßdorf, A./Hinze, S./Hornbostel, S. (2012): Promovierende im Profil: Wege, Strukturen und Rahmenbedingungen von Promotionen in Deutschland; Ergebnisse aus dem ProFile-Promovierendenpanel.