Themenbereich: Art- und Struktur der Promotion

Indikator: Dissertationsform

Gegenüber der klassischen Inauguraldissertation in Form einer Monographie, entscheiden sich immer mehr Promovierende kumulativ zu promovieren, d. h. in Form mehrerer thematisch zusammenhängender Aufsätze. Zum einen können Forschungsergebnisse auf diese Weise insbesondere international besser sichtbar gemacht werden, zum anderen gelten kumulative Dissertationen und die damit i. d. R. einhergehenden Publikationen in Fachzeitschriften als karrierefördernd.

Erläuterung

Dieser Indikator gibt die prozentualen Anteile befragter registrierter Promovierender an, die die Absicht haben, ihre Dissertationsleistung in bestimmter Dissertationsform zu erbringen. Hinweis: Die Prozentuierung bezieht sich dabei auf alle registrierten Promovierenden, unabhängig davon, ob eine kumulative Dissertation in der jeweiligen Promotionsordnung der Fakultät vorgesehen ist oder nicht. Die Definition ist damit äquivalent zur Erfassung im Rahmen der amtlichen Promovierendenstatistik.

Aus einer Erhebung des Statistischen Bundesamtes aus dem Jahr 2016 geht hervor, dass im Wintersemester 2014/2015 77 Prozent der Promovierenden die Verfassung ihrer Dissertationsleistung in Form einer Monographie anstrebten, wobei teilweise starke Unterschiede zwischen den Fächergruppen festgestellt wurden. So war in der Fächergruppe Veterinärmedizin der Anteil an kumulativ Promovierenden mit 40 Prozent überdurchschnittlich. In der Gruppe der Agrar-, Forst- und Ernährungswissenschaften war die kumulative Dissertationsform sogar häufiger als die Monographie vertreten (Hähnel/Schmiedel 2016: 33f.).

Quelle: Hähnel, S./Schmiedel, S. (2016): Promovierende in Deutschland. Statistisches Bundesamt. Wiesbaden