Themenbereich: Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen

Indikator: Befristungsstatus

Ein viel diskutiertes Thema im Kontext der Arbeitsbedingungen des wissenschaftlichen Nachwuchses ist die Befristung von Arbeitsverträgen. Bei einer Beschäftigung an öffentlichen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen gilt meist das Wissenschaftszeitvertragsgesetz (WissZeitVG), das eine zeitliche Begrenzung der befristeten Beschäftigung von sechs Jahren bis zum Abschluss der Promotion vorsieht.

Erläuterung

Dieser Indikator gibt die prozentualen Anteile befragter registrierter Promovierender an, die ein befristetes/unbefristetes Beschäftigungsverhältnis haben. Hinweis: Die Zuordnung zum jeweiligen Subindikator erfolgt aufgrund der angegebenen Finanzierungsquellen für das aktuelle Semester (Hochschulbeschäftigte, Nicht-Hochschulbeschäftigte sowie sonstige Beschäftigte), Mehrfachzuordnungen sind dabei möglich.

Eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes kam zu dem Ergebnis, dass im Wintersemester 2014/2015, von den abhängig beschäftigten Promovierenden, 88 Prozent befristete Arbeitsverträge hatten. Der Befristungsanteil variierte dabei zwischen den verschiedenen Sektoren. So lag der Befristungsanteil der an Hochschulen beschäftigten Promovierenden bei 96 Prozent und der an außeruniversitären öffentlichen Forschungseinrichtungen Beschäftigten bei 92 Prozent. Deutlich geringer fällt die Befristungsquote unter den Promovierenden in anderen Sektoren aus: Nur 41 Prozent der Promovierenden, die in der Privatwirtschaft arbeiten und 49 Prozent der Promovierenden, die in sonstigen Sektoren beschäftigt waren, hatten einen befristeten Arbeitsvertrag (Hähnel/Schmiedel 2016: 39).

Quelle: Hähnel, S./Schmiedel, S. (2016): Promovierende in Deutschland. Statistisches Bundesamt. Wiesbaden